Sonntag, 28. September 2008

Mal was musikalisches

Ist zwar schon eine Woche her, aber Quadre Jesperanto in Buer war eines der genialsten Konzerte die ich je gehört habe. Wenn ein Schlagzeuger beim Solo nicht nur auf seinem Instrument improvisiert, sondern wild durch den Raum springend unter Zuhilfename von Stühlen, Garderobe, Theke, Gläsern, Tischen, Flaschen, ... gleich sein Instrument improvisiert ist das einfach nur ein grandioses Erlebnis!

Freitag, 12. September 2008

Die Psychologie der Börsianer ...

Ganz schön peinliche Geschichte ... Uralte Gerüchte tauchen aus den Tiefen des Webs auf und alles springt erstmal darauf an ohne darüber nachzudenken.
Börsianer sind so berechenbar, ob man das wohl auch gegen sie einsetzen kann?
Ich frage mich manchmal, ob nicht 3 oder 4 verantwortungsbewuste Menschen an der Spitze verschiedener großer Anbieder von Investmentfonds reichen würden um mithilfe der Psychologie der Börsianer die Märkte in ganz anderen Richtungen zu steuern. Verkauf großer Aktienpakete bei Entlassung von Mitarbeiten. Verkauf bei zu schnellem Wachstum ... wenn das nur genügend große Fonds wären, würden die Börsianer doch wie die Lemminge prompt folgen. Ist das wirklich eine Utopie? Könnte das bitte mal jemand ausprobieren?

Donnerstag, 11. September 2008

Don't be evil!

Da muss man Google Chrome wohl noch Manieren beibringen:

"Nach einer ersten Prüfung sind auch Datenschützer skeptisch. Derzeit
«nicht zu empfehlen» sei Chrome, meint Christian Krause vom
Unabhängigen Landesdatenschutzzentrum Schleswig-Holstein. Denn bei der
Installation erzeuge das Programm eine Identifikationsnummer. Sie wird
zwar laut Unternehmen nur für Aktualisierungen der Software eingesetzt.
«Schon beim Start des Computers wird nach Updates gesucht und damit
auch die Nummer übermittelt», moniert Krause jedoch. Damit seien Nutzer
für Google theoretisch jederzeit identifizierbar. Wer das Unternehmen
ohnehin für eine Datenkrake hält - und das sind nicht wenige - dürfte
hier sicherlich stutzen."

Ok, ich hatte ja schon überlegt zu testen ... aber so doch lieber nicht!

Vollständige Quelle

Aber immerhin, wenn man nach << Chrome Benutzer Id >> googelt taucht noch auf der ersten Seite dieser Link auf ... man wird diesen Arm des Kraken also noch los.

Dienstag, 9. September 2008

Happy GoogleDay

Und schon wieder ein Geburtstag vergessen ... am Sonntag wurde Google 10 Jahre alt. Und zwischen Datenkrake und "Don't be evil!" bleibt die Frage: wäre das Web ohne Google heute genauso weit? Sicher ist wohl eines: Google hat eine eine Beispiellose Erfolgsgeschichte hinter sich, hat es in 10 Jahren geschafft als deutsches Wort für "Suche im Internet" im Duden zu landen und drängt nun auch mit Macht auf den Desktop. Mit Chrome beginnt man, Microsoft Konkurrenz zu machen. Und innovativ klingen die Ansätze allemal. Ob der Browser auch eine solche Erfolgsgeschichte schreibt wie die Suchmaschine?

In diesem Sinne: Happy Birthday an ein erfolgreiches und innovatives Unternehmen.
Und: be less evil!

Donnerstag, 4. September 2008

Eine desillusionierte Generation ...

Nur eine weitere Jugendschelte oder doch mehr? Ich bekenne mich schuldig: ich habe kein klares Feindbild ... ich bin weder gegen noch für den Liberalismus, halte einen funktionierenden Sozialismus für ungefähr so wahrscheinlich wie eine funktionierende freie Marktwirtschaft, lebe in einer relativen Demokratie und fühle mich relativ frei. Kurz: Eine Vision für die Gesellschaft habe ich nicht, eine Rebellion ohne Vision halte ich für sinnlos.
Ist das ein Problem? Generationen vor mir hatten Visionen oder glaubten Visionen zu haben ... viele sind mehr oder weniger spektakulär gescheitert. Hat die Rebellion der jungen 68er irgendetwas bewirkt? Wenn ja, warum brauchen 40 Jahre später noch (oder wieder) Rebellion? ... wenn nein warum haben dann eben diese inzwischen alten 68er (sofern sie denn wirklich eine so homogene Generation waren) ihre Kinder zur Nichtrebellion erzogen?
Der Artikel reizt mich zum Widerspruch ebenso wie zur Zustimmung, denn ja! es gibt die Jugendlichen und die Studenten deren Ziel es ist zum Hai im Haifischbecken zu werden, ohne interesse an Politik und Gesellschaft. Aber unsere (meine) Generation ist nicht Homogen! Ich fühle mich weder als Goldfisch noch als Hai. Ich betrachte mich als politisch interessiert, wenn auch nicht politisch aktiv. Warum nicht? Ich sehe die Probleme, kenne aber keine Antworten.
Die entstehenden und feststehenden Lebensentwürfe meines Umfeldes könnten unterschiedlicher kaum sein ... Informatiker, Lehrer, Betriebswirte, Techniker, Musiker, Juristen, Forscher, potenzielle Langzeitstundenten, Banker, Sozialarbeiter ... und tatsächlich auch noch Jugendliche die sich den Luxus eines unfetigen Lebensentwurfes leisten! Also, das die Jugend Flächendeckend vor dem Druck der Leistungsgesellschaft kapituliert sehe ich nicht.
Wie würde der Autor wohl meinen Versuch beurteilen, gleichzeitig zu studieren und zu arbeiten ... eines ist sicher: Zeit für eine Rebellion bleibt mir dabei nicht. Ist meine Selbstwahrnehmung, das ich dieses Abenteuer für mich wage Augenwischerei und ist es vielmehr meine Kapitulation vor der Leistungsgesellschaft ... nicht mit dem Ziel ein Hai zu werden, sondern ein besonders schneller Goldfisch zu sein? Ich könnte viel mehr schreiben, aber mir fehlt die Zeit. Was ist also das Fazit? Sicher ist für mich nur, das die Jugend nicht Homogen ist. Sie ist (wir sind?) mit vielen Problemen konfrontiert ... vielleicht ist unsere Revolution, das wir nichteinmal behaupten eine Lösung zu haben. Unspektakulär aber vielleicht eine Chance für die nächste Jugend!